Vortrag zum Coburger Convent & Barabend am 28. Mai 2022

Jedes Jahr treffen sich tausende Studenten und sogenannte Alte Herren in Coburg zu einem Pfingstkongress. Sie alle gehören Landsmannschaften und Turnerschaften aus ganz Deutschland an unter dem Dachverband „Coburger Convent“ (CC). Auch wenn sie sich versuchen von extrem rechten Burschenschaften abzugrenzen, sind es pflichtschlagende Verbände mit einem rassistischen, frauenfeindlichen, homophoben und geschichtsrevisionistischen Weltbild. Diese Männerbünde sind strikt hierarchisch organisiert und ihnen ist daran gelegen, eine nationale Elite heranzuziehen.

Der Pfingstkongress als zentrales Ereignis und verbindendes Element der Aktivitäten des Dachverbandes findet dieses Jahr vom 2. bis 6. Juni statt. Parallel dazu organisiert ein Bündnis gegen den CC seit Jahren Gegenveranstaltungen, auf denen auch über den ideologischen Hintergrund und die antidemokratische Tradition des CC aufgeklärt wird.

Der Vortrag wird von einer Initiative vor Ort durchgeführt, die den Protest gegen den Coburger Convent trägt.

Ein Vortrag unterstützt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen e.V. mit dem Verein „Antifaschistische Kultur und Politik in Südthüringen e.V.“

Public Viewing 30. Antifaschistischer Ratschlag Thüringen am 6. November im AK40 (2G)

Wir schauen am 6. November ab 10:00 Uhr gemeinsam die Podiumsdiskussion „Zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der linken Szene“, im Anschluss dann verschiedene Workshops.

Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung. Für die Veranstaltung nehmen wir die 2G-Option in Anspruch, somit ist der Zugang auf geimpfte, genesene und gleichgestellte Personen beschränkt (Impfnachweis oder Genesungsnachweis erforderlich, Kontrolle im Außenbereich). Eine Mindestabstandspflicht entfällt, außerdem wird auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bzw. qualifizierte Gesichtsmaske verzichtet. Die Kontaktnachverfolgung wird mit der Corona-Warn-App bzw. einer Kontaktliste sichergestellt.

Weitere Infos: https://ak40.noblogs.org/vortraege/

Antifaschistischer und antirassistischer Ratschlag

Antifaschistischer & Antirassistischer Ratschlag

Aufgrund der aktuellen Thüringer Verordnung über außerordentliche Sondermaßnahmen zur Eindämmung einer sprunghaften Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 findet der diesjährige Ratschlag ausschließlich online statt. Weitere Informationen auf: www.ratschlag-thueringen.de

Der Mahngang zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in Suhl am Freitag, 6. November wird wie geplant 17:00 am Marktplatz stattfinden.

Die Geschichte der Stadt Suhl im Thüringer Wald ist die einer traditionellen Arbeiterstadt. Die revolutionären Traditionen der Stadt reichen bis in den Deutschen Bauernkrieg zurück und gehen nahtlos über in die Zeit der industriellen Revolution. Sehr früh schon schlossen sich Bergleute, Tagelöhner, Gesellen und Arbeiter zusammen, um sich gegen die unmenschlichen Ausbeutungsmethoden des Frühkapitalismus zu organisieren. In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verschärften sich diese Konflikte und im Suhler Raum bildete sich ein Zentrum der Arbeiterbewegung. 1911 sprach Karl Liebknecht auf einer Kundgebung in Suhl. Höhepunkt der Ereignisse um die Novemberrevolution im Suhler Raum war der Sieg über die Reichswehrtruppen in den Märztagen 1920 und damit der Beitrag zur Niederschlagung des Kapp-Putsches in Deutschland. Seit dieser Zeit wurde Suhl die „rote Stadt“ genannt und seit den 60er Jahren ist dieser Ehrentitel als Spruch am alten Rathaus angebracht. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 45 kämpften Suhler Antifaschistinnen und Antifaschisten aus KPD, SPD und Gewerkschaften gemeinsam gegen Faschismus und Krieg. Als Widerstandskämpfer waren sie inzwischen eine Randerscheinung in NS-Deutschland und so endete die illegale Arbeit für die „Friedberggruppe“, die Widerstandsgruppe im Kesselhaus des Simsonwerkes oder die Gruppe um Neubauer und Poser oft mit dem Tod. Mindestens 66 Gegner des Nationalsozialismus wurden ermordet. In Suhl lebten in den 1930er Jahren etwa 150 jüdische Bürger. Sie hatten regen Anteil am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Stadt. 1938 wurde die Suhler Synagoge Opfer der Pogrome und 1942 hörte mit den Deportationen im Mai und September die jüdische Gemeinde in Suhl auf zu existieren. Diesen historischen Ereignissen sowie aktuellen Entwicklungen widmet sich der Mahngang am 6. November 2020 anlässlich des 29 ½ Antifaschistischen Ratschlages in Thüringen.

 

 

 

29 ½. antifaschistische und antirassistische Ratschlag Thüringen

Antifaschistischer & Antirassistischer Ratschlag

Der 29 ½. antifaschistische und antirassistische Ratschlag Thüringen findet dieses Jahr vom 06. bis 08. November 2020 dezentral und digital in verschiedenen Städten statt. In Suhl wird es am 6. November einen Mahngang zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus geben, im Anschluss ist das AK40 geöffnet. Am Samstag wird dann ab 10.00 der Ratschlag im AK40 übertragen. Die Hygienebestimmungen werden eingehalten.

Mahngang zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

17.00 Uhr Marktplatz, Suhl – (organisiert von Antifaschistische Gruppe Suhl/Zella-Mehlis)

Die Geschichte der Stadt Suhl im Thüringer Wald ist die einer traditionellen Arbeiterstadt. Die revolutionären Traditionen der Stadt reichen bis in den Deutschen Bauernkrieg zurück und gehen nahtlos über in die Zeit der industriellen Revolution. Sehr früh schon schlossen sich Bergleute, Tagelöhner, Gesellen und Arbeiter zusammen, um sich gegen die unmenschlichen Ausbeutungsmethoden des Frühkapitalismus zu organisieren. In den ersten beiden Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts verschärften sich diese Konflikte und im Suhler Raum bildete sich ein Zentrum der Arbeiterbewegung. 1911 sprach Karl Liebknecht auf einer Kundgebung in Suhl. Höhepunkt der Ereignisse um die Novemberrevolution im Suhler Raum war der Sieg über die Reichswehrtruppen in den Märztagen 1920 und damit der Beitrag zur Niederschlagung des Kapp-Putsches in Deutschland. Seit dieser Zeit wurde Suhl die „rote Stadt“ genannt und seit den 60er Jahren ist dieser Ehrentitel als Spruch am alten Rathaus angebracht. Auch in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 45 kämpften Suhler Antifaschistinnen und Antifaschisten aus KPD, SPD und Gewerkschaften gemeinsam gegen Faschismus und Krieg. Als Widerstandskämpfer waren sie inzwischen eine Randerscheinung in NS-Deutschland und so endete die illegale Arbeit für die „Friedberggruppe“, die Widerstandsgruppe im Kesselhaus des Simsonwerkes oder die Gruppe um Neubauer und Poser oft mit dem Tod. Mindestens 66 Gegner des Nationalsozialismus wurden ermordet. In Suhl lebten in den 1930er Jahren etwa 150 jüdische Bürger. Sie hatten regen Anteil am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Stadt. 1938 wurde die Suhler Synagoge Opfer der Pogrome und 1942 hörte mit den Deportationen im Mai und September die jüdische Gemeinde in Suhl auf zu existieren. Diesen historischen Ereignissen sowie aktuellen Entwicklungen widmet sich der Mahngang am 6. November 2020 anlässlich des 29 ½ Antifaschistischen Ratschlages in Thüringen.

http://www.ratschlag-thueringen.de/workshops.html

1. Februar 2. Dartturnier

Am Samstag, den 1. Februar 2020 um 18 Uhr veranstalten wir unser zweites Dartturnier.

Wir laden hiermit alle rechtherzlich ein, die ihr Können unter Beweis stellen wollen.

Wer mitspielen möchte, schreibt einfach eine Nachricht an uns oder trägt sich in die Liste vor Ort ein.
Es sollte schon verbindlich sein, da die Planung im Vorfeld entscheidend ist.

Die Turniervariante ergibt sich dann aus der Anzahl der Spieler.
Entweder DoppelKO oder Jede/r gegen Jede/n.
Gespielt wird dementsprechend 501 oder 301.

Startgebühr: 3€

Davon wird es für die Platzierungen 1-5 & High Score, Preise geben. (Trostpreise gibts auch)

Vortrag & Diskussion Grenzschutz, Abschiebung & Mordbrennerei am 9. November

Beim Rassismus handelt es sich um eine der hierzulande am weitesten verbreiteten Form menschenverachtender Ideologie. Laut einer eher oberflächlichen Bestimmung ist der Rassismus eine Gesinnung, die Menschen anhand von Merkmalen des Aussehens und/oder der Herkunft in höher- und minderwertig klassifiziert und daher ihre politische und soziale Diskriminierung rechtfertigt.

Dabei ist Rassismus mehr als ein einfaches Vorurteil, ein Nichtwissen, das etwa durch Menschenrechtsbildung kuriert werden könnte. Im Vortrag wird der Rassismus als ein gesellschaftliches Verhältnis bestimmt, mit der Absicht, das ideologische Bedürfnis hinter rassistischer Ideologie zu beleuchten, das sich die rassistischen Akteure oft gar nicht bewusst machen.

Dies ist eine Veranstaltung des Vereins für Alternative Kultur und politische Bildung e.V. Sie wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“.

Vortrag & Diskussion Asozialität am 18. Oktober

Im Rahmen unserer Vortragsreihe zum Thema „Ideologien der Menschenfeindlichkeit“ findet am 18. Oktober ein Vortrag und eine Diskussion zum Thema „Asozialität – Geschichte und Aktualität eines Stigmas“ statt.

In der Nacht vom 16. auf den 17. Juni 2012 starb Klaus-Peter Kühn in einem Suhler Plattenbau, weil drei junge Rechte ihn in seiner Wohnung solange quälten und traktierten bis sein Körper kollabierte. Im späteren Gerichtsverfahren wurde als Motiv die Habgier der Mörder nach ca. 25€ festgestellt, die man dem Opfer raubte. Für das eigentliche Motiv der Täter blieb die Aufarbeitung aus. Sie ermordeten Klaus-Peter Kühn, weil sie ihn als „Asozialen“ stigmatisierten und weil sich die Täter ihre eigenen beschädigten Existenzen aufwerteten, indem sie ihr Opfer bis zum Eintritt des Todes quälten und erniedrigten.

Der Vortrag begibt sich auf die Spuren der Geschichte der Asozialität und zeigt die Folgen für die als asozial Stigmatisierten auf. Asozial als alles, was nicht passt die Feindinnen im Innern, die den gesunden Volkskörper schädigen und ‚jene, die als Unnütze lange unbeachtet bleiben, auch was die Anerkennung als Verfolgte des Nationalsozialismus angeht.

Dies ist eine Veranstaltung des Vereins für Alternative Kultur und politische Bildung e.V. Sie wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“.

Vortragsreihe zum Thema „Ideologien der Menschenfeindlichkeit“

Anfang Oktober startet unsere Vortragsreihe zum Thema „Ideologien der Menschenfeindlichkeit“. Am 03. Oktober findet ein Vortrag und eine Diskussion „Zur Kritik des modernen Antisemitismus“ statt.

Die Vortragsreihe wird gefördert durch den Lokalen Aktionsplan „Suhl bekennt Farbe“, durch das „Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ und im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“.